Einladung zum Grillfest am Samstag!
Der Schachverein lädt alle am Schachspiel interessierten Erwachsenen, Jugendlichen und Kinder ein, am Samstag, den 26.09. ab 17 Uhr an unserem Grillfest am Röhricheck in Schaafheim vorbeizuschauen. Im Fokus stehen hier fröhliche Gespräche, leckeres Essen und natürlich die Freude am Schachspielen. Wer Lust auf Schachrätsel, Tandem-Schach und viele weitere Schachvarianten hat, oder wer das Schachspiel zum ersten Mal erlernen möchte, ist hier genau richtig. Der Schachverein sorgt für die Bereitstellung von Getränken, Beilagen und einem Grillmeister, bittet jedoch alle Teilnehmenden, ihre zu grillenden Hauptgerichte selbst mitzubringen.
In der C-Klasse fand am vergangenen Sonntag für unsere Jugendmannschaft das erste Spiel der neuen Saison statt. Die Jugendlichen kamen erfrischt aus der Sommerpause und haben seit Anfang September intensiv für den Saisonbeginn geübt. So waren die Motivation und Vorfreude groß, als sie gemeinsam nach Babenhausen fuhren. Dort stellten sie sich einer Mannschaft, deren Spieler deutlich höhere Wertungszahlen aufwiesen als sie selbst. Doch das motivierte unsere Jugendlichen nur noch mehr: Voll Kampfgeist setzten sie sich an die Bretter und bewiesen eine hohe Konzentration, die sie über mehrere Stunden aufrechterhalten konnten. Nach soliden Eröffnungen und ideenreichen Angriffen im Mittelspiel mussten sie sich schließlich doch geschlagen geben: Mit einem Ergebnis von 0:4 und vielen neuen Erfahrungen fuhr die Mannschaft wieder nachhause.
Auch in der ersten Mannschaft fand am Sonntag ein Mannschaftskampf statt: Schaafheim trat gegen die erste Mannschaft des SC Bad König an. Nach ihrem Erfolg in der letzten Saison spielt die Schaafheimer Mannschaft nun in der Starkenburgliga. Für die Spieler bedeutet das nicht nur, dass sie diese Saison auf stärkere Gegner treffen, sondern auch, dass die erste Mannschaft nun aus acht Spielern besteht und nicht mehr aus sieben. Da jedoch einige Spieler an diesem Sonntag aus persönlichen Gründen verhindert waren, trat Schaafheim nur mit sechs Spielern an. Obwohl sie damit ihren Gegnern automatisch zwei Brettpunkte schenkten, litt die Stimmung innerhalb der Mannschaft jedoch kein bisschen darunter: Es wurde bereits auf der Hinfahrt viel Gelacht und ein jeder war motiviert, sein Bestes zu geben. Dies zahlte sich aus: Schon nach relativ kurzer Zeit erspielte Dieter Willand ein Remis und motivierte damit die übrigen Spieler. So beendete kurz darauf Gabriel Saar seine Partie mit einem Sieg! Mit gestärktem Kampfgeist kämpften die übrigen Spieler an ihren Partien, bis Reinhard Saal schließlich ein Remis erspielte. Trotz dieser hervorragenden Leistungen musste sich Schaafheim aber doch mit einem 2:6 geschlagen geben; Frustration besteht deswegen jedoch kein bisschen. Vorfreudig blickt man auf die Partieanalysen am Freitag und auf den Grillabend, der am Samstag Abend stattfindet.
Schach-Außenseiter mit Biss
Wenn man als klarer Außenseiter in eine neue Liga startet, gibt es zwei Wege:
Man kann vor Ehrfurcht erstarren – oder man macht es wie wir.
Wir nehmen jede Partie mit einer riesigen Portion Vorfreude, Kampfesmut und vor allem mit einer gesunden Menge Humor.
Denn egal ob Sieg oder Niederlage: Hauptsache, wir fighten gemeinsam am Schachbrett!
Schon vor dem ersten Spielzug wurde bei uns gelacht, was das Zeug hält.
Wenn die Nerven ein bisschen flattern, hilft schließlich am besten der Blick in die eigene Vereinschronik.
Da kam sie wieder hoch, die legendäre Geschichte aus Gernsheim: Erinnerte sich noch jemand an den Kollegen, der es auf dem Brett damals so verdammt eilig hatte? Sein Plan war simpel wie genial: Partie im Schnelldurchgang beenden, weil morgens um 10:00 Uhr der Magen knurrte. Das Ziel? Ein saftiger Döner! Blöd nur, dass die kulinarische Realität gnadenlos zuschlug.
Fragt euch mal selbst: Hat eine Dönerbude um halb zehn oder zehn morgens offen? Eben nicht! Die meisten machen erst um 11 oder 12 Uhr auf. Und so schlich unser hungriger Held damals – ohne Punkte und ohne Döner – langsam und sichtlich geknickt zurück ins Spiellokal. Eine Geschichte, über die wir heute noch feucht-fröhlich lachen können!
Mit genau dieser Mischung aus Lockerheit und dem festen Vorsatz, ein gutes Spiel aufs Brett zu zaubern, reisten wir also am ersten Spieltag nach Roßdorf.
Die Taktik stand: Den Gegner mit der nötigen Ernsthaftigkeit bezwingen, um jeden einzelnen Punkt kämpfen wie die Löwen und danach – quasi als Tradition – gemeinsam Döner essen gehen. Wir sind mit purem Kampfgeist hingefahren, bereit, jeden Teilerfolg lautstark zu bejubeln und zu feiern. Am Ende mussten wir allerdings einsehen, dass die Trauben in der Starkenburgliga verdammt hoch hängen. Roßdorf zeigte uns die Grenzen auf und verpasste uns eine ordentliche 7,5 : 0,5 Abreibung.
Aber wisst ihr was? Den einen, hart erkämpften halben Punkt, den feiern wir trotzdem! Und das Beste am Ende des Tages: Dieses Mal hatten die Läden offen. Es hat in Roßdorf zwar nicht für die Tabellenspitze gereicht, aber für den Döner allemal. Die Saison ist noch lang, der Kampfgeist ist ungebrochen.